
Endlich Schatten vor dem Wohnmobil!
Wir rüsten eine Markise für den Außenbereich nach: |
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Als wir im Frühjahr 2007 unser Wohnmobil gekauft haben, hatte ich bereits am ersten Tag umfassende Ideen zur Verbesserung dieses Mobils.
Denn obwohl die Grundsubstanz unseres nunmehr 25 Jahre alten Mobils nicht schlecht ist (Unser Mobil ist eigentlich nie im Winter bewegt worden und war im Winter immer abgemeldet), ist natürlich die Ausstattung nicht mehr ganz zeitgemäß.
Schnell musste ich allerdings lernen, dass viele Dinge im Campingbereich, die bei einem heutigen Neufahrzeug nahezu zur Standartausrüstung gehören, bei einem älteren Mobil nur schwerlich und vor allem nur mit hohem finanziellen Aufwand nachzurüsten sind.
Was mich diesbezüglich schon nach der ersten Besichtigung unseres Wohnmobils gestört hat, war die fehlende Markise.
Und die Markise am Wohnmobil ist das, was für den Wohnwagencamper das Vorzelt ist.
Als wir unsere aller erste Tour mit einem Wohnmobil (ein Mietmobil) im Sommer 2006 gemacht haben, war es total schön mit nur geringem Aufwand (ein paar Kurbeldreher) den Bereich vor seinem Mobil mit ein wenig Schatten zu beglücken (dann muss man nicht in der prallen Sonne sitzen) und gleichzeitig so ein wenig „seinen Claim“ abzustecken und den kleinen Raum vor seiner Wohnmobiltür einzunehmen.
Klar ist das streng genommen Blödsinn, wenn man auf einem Campingplatz steht (was wir mehrheitlich tun), denn dort erhält man i.d.R. eine Parzelle zugeteilt, die weit mehr Platz bietet, als ein abgestelltes Mobil + ausgefahrene Markise überhaupt einnehmen kann.
Trotzdem ist dieser Claim rund um das Mobil der Lebensraum, der mit einer ausgefahrenen Markise noch ein kleines Stückchen erweitert wird.
Man ist irgendwie draußen aber doch nicht ;-)
Wer mit seinem Mobil länger an einem Ort verbleibt, der findet im Zubehörhandel sogar die Möglichkeit diese Markise mit Seitenwänden und Front zu einem richtigen Vorzelt oder einem sog. „Safari- Room“ auszubauen.
Ansonsten ist die Markise am Wohnmobil natürlich dadurch gekennzeichnet, dass sie schnell ausgefahren und innerhalb von 30 Sekunden einsatzbereit ist.
Wer wie wir mit dem Mobil unterwegs ist und meist nur 1 oder 2 Nächte auf einem Platz verbringt, der ist mit einer derart schnell betriebsbereiten Markise natürlich besser bedient, als mit dem umständlichen mitunter mehrstündigen Aufbau eines geräumigen Vorzeltes.
Dieses ist wirklich nur etwas für die Camper, die länger an einem Standort verbleiben.
Für 2 oder 3 Nächte ein Vorzelt aufbauen macht indes nur wenig Sinn.
Dieses kleine Stückchen „Extra“- Raum war uns jedoch wie gesagt beim Kauf unseres Mobils im Frühjahr 2007 nicht vergönnt, da an unserem Mobil keine Markise angebracht war.
Was wir aber hatten war immerhin eine Art Sonnensegel, welches man in die Kederschiene einführen konnte.
Die Kederschiene ist wie ein 3/4- förmiges Rohr zu verstehen, in welches nun alle Arten von „gebietserweiternden“ Mitteln eingesteckt werden kann.
Größe und Aufbau haben sich über die letzten Jahre nicht verändert und zum Glück ist diese Schiene darüber hinaus genormt, sodass alle Elemente für die Kederschiene grundsätzlich nicht vom Hersteller des Fahrzeuges, des Mobils oder des Wohnwagens abhängig sind.
Einschränkungen bestehen allenfalls in der Art der angebrachten Schiene (gekrümmt, gerade, Länge, etc), worauf wir aber später noch kurz zu sprechen kommen.
Zurück zu unserem Mobil:
Wie gesagt hatten wir nur ein recht unansehnliches hellbraunes (!) Sonnensegel, welches darüber hinaus vom Stoff her äußerst lichtundurchlässig war.
Dieses „Segel“ besteht aus einer Art Gummimischung, aus dem man sich durchaus auch ein schnittiges Ölzeug für den Einsatz in einem U- Boot oder einen Taucheranzug des vergangenen Jahrhunderts hätte basteln könnte.
„Wetterfest“ wäre unser Sonnensegel damit zumindest theoretisch, praktisch waren allerdings bereits einige Beschädigungen an diesem Segel vorhanden, sodass es darunter auch getropft hat, wenn es drüber geregnet hat.
Nur einmal haben wir dieses Teil mehr schlecht als recht aufgebaut, das war während unserer Reise zur Nordseeküste im Sommer Mai 2008.

Unser Wohnmobil mit eher "mäßig" aufgebautem Sonnensegel :-(
Neben dem umständlichen jedes Mal erforderlichen Einzug in die Kederschiene muss ein solches Sonnensegel natürlich auch aufgestellt werden.
Das Hauptproblem hierbei ist dann natürlich das korrekte Herunterbinden der Stützen, die den vorderen Teil des Segels halten und spannen.
Diese Sturmabspannung, die ich bislang nur vom Zelt kannte, muss beim Sonnensegel allerdings immer mit aufgebaut werden, da die Stützen alleine sonst nicht ausreichend sind, um das Sonnensegel unter Spannung zu halten.
Neben der Gefahr, dass einer über die Abspannung drüber stolpert, muss man auch ständig die Spannung kontrollieren, wenn man nicht plötzlich an einem schönen sonnigen Abend mitansehen möchte, wie das Segel schlaff herunter flaggt, weil sich einer der Heringe gelöst hat…
Kurzum, ein Sonnensegel hielt ich schon damals und halte es noch für äußerst unpraktisch und habe daher gleich beim Kauf unseres Wohnmobils proklamiert, dass wir uns kurzfristig so eine schicke Markise nachrüsten.
„Die kauf ich und mach sie dran“ war mein recht unbedarfter Spruch, als Anja fragte, wie wir das mit der Markise denn machen wollen.
Allerdings habe ich mit meinem eher unüberlegten Ausspruch gleich 2 Probleme auf 7 Wörtern bekommen:
1. Der Kauf der Markise:
Mein Gott! Das ist ja Wahnsinn!
Es scheint fast so, als seien diese Sonnensegel aus purem Gold?
Zumindest Blattgold muss dort vereinzelt verarbeitet sein, denn zwischen 400 und 500 Euro wollten die Händler für eine kleine Markise von uns haben.
Es gelang mir zwar nach einiger Recherche ein Angebot für eine kleine 3- Meter Markise in Höhe von 350,- € zu bekommen, aber auch das war mir entscheidend zu viel!
700 Mark für eine Markise!
„Nee“ haben wir uns gesagt, „das Geld geben wir lieber für den Urlaub aus!“ und haben uns den Kauf verkniffen, zumal wir ja gerade erst das Mobil angeschafft und auf das notwendigste ausgerüstet hatten und somit die Kasse für Freizeit, Reisen und Co. ziemlich leer und ausgehöhlt war.
2. Das (dauerhafte) Anbringen der Markise:
Selbst wenn ich unseren „geheimen Sparstrumpf“ für die Markise unter dem Bett hervor gekramt hätte, wäre es finanziell beim alleinigen Kauf der Markise nicht geblieben.
Etwas blauäugig stellte ich mir vor, dass ich einfach 2 oder 3 Löcher ins Mobil bohre und daran dann die Markise befestige.
Diesen Zahn hat man mir allerdings recht schnell im Wohnmobilforum (externer Link, es gilt unser Haftungsausschluss / Disclaimer für externe Links: Wohnmobilforum) gezogen, denn als „Hobby- Schrauber“ ohne Erfahrung öffnen wir mit unseren Bohrlöchern dem daraus höchstwahrscheinlich resultierenden Wasserschaden Tür und Tor.
Auch denke ich, dass eine Markise mal nicht „eben auf der Straße“ montiert werden kann und man hierfür am besten eine Bühne anstelle einer Leiter zur Montage verwendet.
Erfahrungen mit der Montage einer richtigen Markise oder überhaupt mit der Montage irgendwelcher Dinge am Wohnmobil hatte ich bis dato nicht, sodass hier mit Sicherheit die kostenpflichtige Montage bei einem Caravanmontagedienst erforderlich gewesen wäre.
Aus den genannten Gründen legten wir das Projekt Markise zunächst auf Eis.
Ich frühstückte oder grillte die Saison 2007 lang in der Sonne, kniff die Augen zu und versuchte mir in besonders sonnigen Momenten einfach vorzustellen, wie mein Geld in Form von kleinen Geldsäckchen mit Flügeln dran davon schweben würde (wie bei Dagobert Duck in den Disney- Comics…), wenn wir eine Markise kaufen würden, das half.
Im Sommer 2008 war Anja dann so klug mir einen kleinen Sonnenschirm zu besorgen und mir diesen in der Sonne zu platzieren.
Geniale und vor allem einfache Idee, allerdings haben wir bedingt durch die Rotation unseres Planeten um die Sonne die Herausforderung, dass wir alle halbe Stunde den kleinen Schirm ein Stückchen drehen müssen.
Das war auch keine dauerhafte Lösung…
Doch glücklicherweise bin ich ebenfalls im Sommer 2008 mehr oder weniger durch Zufall auf eine „Markise Light“ gestoßen, die ohne großen Aufwand am Mobil angebracht wird und darüber hinaus nur einen Bruchteil von dem kostet, was man für eine normale Markise hinlegen muss, die wir allerdings erst jetzt gekauft haben.
Die beiden wohl bekanntesten Hersteller für Freizeitzubehör in diesem Segment dürften Fiamma und Omnistor sein und beide hatten vor einiger Zeit eine Alternative zur teuren Markise auf den Markt gebracht, von der ich allerdings bis dato noch nichts gehört hatte.
Fiamma nennt das Teil „Fiamma Caravanstore“, bei Omnistor hört das Teil auf den Namen „Omnistor Caravan Style“.
Beide Angebote gibt es unterschiedlichen Ausfertigungen mit verschiedenen Längen.
Die kleinste Größe beginnt bereits ab 190 cm, die größte kann mit über 4 Metern Länge geordert werden.
Entschieden haben wir uns aufgrund des etwas günstigern Preises für das Angebot von Fiamma, genauer haben wir eine Fiamma Caravanstore mit einer Länge von 280 cm genommen und dafür beim Obelink (Campingausrüster in den Niederlanden, nähere Infos dazu finden sich auch hier: Wo Campingausrüstung kaufen) 185,- € bezahlt.
Ein günstiges Angebot, was ich hier in Deutschland nirgendwo billiger bekommen habe.
Rein von der Länge her ist unsere Kederschiene locker 5 Meter lang, da der Dethleffs Globetrotter SD unserer Baureihe jedoch über ein geknicktes Dach verfügt, können wir nur das längste gerade Stück zwischen Heckwand bis knapp über die Aufbautür verwenden.
Problem ist ja, dass die eingerollte Markise starr ist und nicht gebogen werden kann, daher muss die Kederschiene zur Montage ohne Winkel, Bögen oder Knicke frei und gerade sein.

Die Ausgangslage am Fahrzeug: Die Keder ist zwar lang genug, aber von Rückwand bis Knick blieben uns nur ca. 3 Meter
Die Markise kommt:
Nach dem Kauf haben wir zunächst einmal das Paket ausgepackt.
Dem Paket liegt neben Sack und darin eingenähter Markise auch eine ausführliche Bedienungsanleitung sowie eine weitere Tüte mit Befestigungsmaterial bei.
Die Anleitung ist gut verständlich, die wesentlichen Punkte sind zusätzlich auch im Sack nochmals angebracht und werden für den Aufbau ohne ggf. vorhandene Anleitung in Piktogrammen wiederholt.

So kommt die Caravanstore zu uns: Sack mit Markise und... Anleitung, Heringe, Spanngurt, Schockdämpfer und Kleinteile
Die Montage ist denkbar einfach:
Die Markise befindet sich nicht in einem festen Gehäuse, sondern in einer Art Sack, der ganz einfach in die vorhandene Kederschiene am Wohnmobil oder am Wohnwagen eingezogen wird. Hierzu rollt man die Markise zunächst komplett aus und führt dann den leeren Sack in die Kederschiene ein. Ohne das starre Markisengestänge ist der leere Sack ausreichend flexibel, um alle Ecken und Winkel beim Einzug problemlos zu meistern.
Für das Einziehen werden aber auf jeden Fall 2 Personen benötigt, da einer das mit dem Sack fest verbundene und ausgerollte Sonnensegel während des Einzugvorgangs festhalten sollte.

Es geht los: Der leere Sack mit ausgerollter Markise wird in die Keder eingeführt
Bohrungen am Fahrzeug oder eine fixe Montage entfällt, was uns als „Bastelexperten“ natürlich super entgegen kommt. ;-)
Einmal in die Kederschiene eingezogen verbleibt dieser Sack dann dauerhaft in der Kederschiene und muss nicht, anders als das einfache Sonnensegel, jedes Mal umständlich aus der Kederschiene ausgefädelt werden, wenn die Reise weiter geht.
Zur Fixierung des Sacks in der Kederschiene liegen 2 Halteelemente bei, die ebenfalls in die Kederschiene vor und hinter dem Sack eingezogen werden, anschließend können diese in der Kederschiene verschraubt werden.
Als Alternative zum Kederschienenstopper liegen weitere Schrauben bei, mit der der Sack auch direkt an der Schiene verschraubt werden kann.
Zum Schutz der Seitenwand des Wohnmobils werden an der Kontaktseite Mobilwand / Sack kleine Schaumstoffpolster aufgeklebt, die sollen Druckstellen an der Außenwand des Mobils vermeiden.
Last but not least liegen dem Sortiment 4 Heringe bei, mit der die beiden Bodenstangen und eine ggf. zu montierende Sturmabspannung der Bodenstangen im Boden fixiert werden können.

Eingezogen und eingerollt bleibt die Markise am Fahrzeug Schockpolster unter dem Sack verhindern Scheuern am Mobil
Nachdem der Sack in die Kederschiene eingezogen und fixiert ist, kann der eigentlich interessante Teil mit dem
Aufbau der Markise beginnen, und da wir das Sonnensegel eh gerade draußen haben, probieren wir nach dem doch etwas umständlichen Einziehen des Sacks (was man zum Glück nur einmal machen muss!) auch gleich mal den Aufbau aus:
Zunächst öffnet man den Reißverschluss und die drei Klettverschlüsse (bei unserem Modell gibt es 3), mit der die Markise im Sack gehalten wird.
Eine zweite Person kann hier ggf. die Markise schon festhalten.
Danach lässt man die Markise aus dem Sack einfach bis zum Ende ausrollen.

Reissverschluß öffnen... ...und die Klettverschlüsse öffnen
Dann die Markise ganz vorsichtig ausrollen... ...bis das Endstück frei liegt
Ist dann das Sonnensegel ausgefahren, kommen die Vorzüge der Caravanstore zum Einsatz, was diese Konstruktion von einem einfachen „Sonnensegel“ abhebt.
Anders, als bei einem einfachen Sonnensegel für die Kederschiene, welches natürlich stets umständlich herunter gebunden werden muss, verfügt die Caravanstore im Rundkörper über jeweils 2 Stangen an beiden Enden.
Diese werden einfach aus dem Hohlkörper ausgefahren.
Eine Stange wird angewinkelt und dient als Standbein und Kontakt zum Boden, damit lässt sich dann auch die Höhe des Sonnensegels einstellen.
Im hohlen Metallrohr befinden sich je 2 Stangen... ...diese werden komplett ausgefahren...

...und angewinkelt. Eine Stange davon ist der Standfuss
Die zweite Stange ist jedoch der eigentliche Clou, denn dank dieser entfällt eben das besagte Herunterbinden des Segels auf Spannung, damit dieses nicht einfach schlapp gegen das Wohnmobil fällt, bei Wind Wellen schlägt oder durchhängt.
Dies funktioniert, wird ebenfalls parallel zum Sonnentuch in Richtung Wohnmobil bzw. Aufnahmesack gewinkelt.
Im Sack befinden sich auf beiden Seiten je ein Halter, dort wird diese zweite ausgefahrene Stange einfach eingessteckt.
Voilá, fertig ist das Sonnensegel!
Der allererste Aufbau hat weniger wie 5 Minuten gedauert (Anja meint es waren sogar nur 2 ;-) und das Sonnentuch ist gut gespannt und spendet schon jetzt tollen Schatten im kleinen Claim vor unserem Wohnmobil!

Die zweite Stange wird parallel zum Sonnentuch gewinkelt... ....und im dafür vorgesehenen Halter im Sack eingehängt!

Das wars schon! Die Markise ist in weniger als 5 Minuten aufgebaut!
Der Abbau der Markise ist allerdings etwas umständlicher und verlangt von mindestens einer Person schon ein wenig Muskelschmalz in den Unterarmen.
Zunächst werden entgegengesetzt zum Aufbau die Stangen eingezogen und im runden hohlen Kopfteil des Sonnentuches verstaut.
Dann allerdings kommt man ins Schwitzen: Übernimmt beim Ausrollen der Markise die Schwerkraft die meiste Arbeit, muss beim Einrollen der Markise das Sonnentuch auf den runden Holkörper nach oben gewickelt werden.
Dies kostet besonders im oberen Abschnitt viel Kraft in den Unterarmen, wenn man das Sonnentuch einigermaßen gespannt einrollen möchte.
Hat man es dann geschafft das Sonnentuch bis zum Sack einzurollen, muss die eingerollte Markise dann nur noch in den Sack bugsiert und die Klettverschlüsse geschlossen werden.
Danach zieht man den Reißverschluss zu und fertig ist die Kiste.
Der Abbau dauert hierbei allerdings etwas länger und wir haben im Rahmen des ersten Versuches 3 Anläufe gebraucht, bis das Sonnentuch korrekt (und vor allem gerade auf der Rolle!) eingerollt und die Klettverschlüsse geschlossen waren.
Aber ich denke mit etwas Erfahrung wird auch das später mal kein Problem mehr sein.
Vorteile der Caravanstore / Caravan Style:
- keine feste Montage erforderlich (Kederschiene muss aber vorhanden sein!)
- geringe Anschaffungskosten gegenüber einer „richtigen“ Markise
- geringeres Gewicht gegenüber einer „richtigen“ Markise
- kann während der Fahrt am Fahrzeug verbleiben (aber nicht zu schnell fahren ;-)
Nachteile der Caravanstore / Caravan Style:
- Aufbau und Ausrollen umständlicher, als bei einer Markise
- Zum Aufbau / Abbau wird min. ein Tritt oder eine (z.B. Alkoven-) Leiter gebraucht
- Das Einrollen der Markise ist sehr kraftintensiv und geht in die Arme
- Aufbau / Abbau kann man zwar alleine machen, ein Helfer ist aber fast obligatorisch
Verbesserungsvorschlag für Fiamma (falls mal einer der Fa. Fiamma hier mit liest…;-):
Wenn man die Markise aus- oder einrollt und diese dabei nach rechts oder links schräg hält, kann es passieren, dass sich die beiden Stabilisatorstangen aus dem hohlen Rundkörper lösen und nach außen gleiten.
Die Markise
"gerade" ausrollen aber besonders "gerade" einrollen ist nämlich gar nicht so einfach!
Und wenn man, so wie wir, auch noch ein grundsätzlich schräges Dach hat, kommt es recht häufig vor, dass sich die Stangen lösen und man diese durch eine zweite Person zusätzlich während des Rollvorgangs halten lassen muss.
Vielleicht kann man da mal einen zusätzlichen Clip oder sowas montieren, der die Seitenstangen im Rohr fixieren kann???
Fazit:
Wir sind mit dem Kauf sehr zufrieden!
Das geringe Gewicht die einfache Handhabung ohne „Löcher bohren“ und vor allem der günstige Kaufpreis gegenüber einer richtigen Markise wiegen mehr, als der doch etwas umständlichere Abbau der Markise.
Wir haben den Kauf somit nicht bereut und sind froh, dass wir (besonders ich) nun nicht bei stechender Mittagssonne oder auch mal einem leichten Regen sofort den Sitzplatz vor dem Mobil aufgeben müssen.
Und schick bzw. modern sieht das Teil auch noch aus:

Super oder? So lässt sich auch die stärkste Sonne bequem aushalten! :-)
Die leichte Biegung im Sonnensegel stammt übrigens durch unser bauartbedingtes schräges Dach...
Update vom 19. April 2009:
Während unserer Reise zum Balaton haben wir die Markise umfangreich im Alltag getestet. Dabei haben wir leider auch schon die erste Beschädigung aufgrund eines plötzlich aufziehenden Sturmes zu verzeichnen.
Tagelang hatten wir tolles Wetter, tagelang war es windstill.
Aber wovor schon der Reiseführer am Balaton warnt, haben wir beim Aufbau unserer Markise eher leichtsinnig unterlassen:
Das Fixieren der Bodenstangen mit den Heringen!
Ein plötzlicher Wetterumschwung (das ganze habe ich im Rahmen unseres Reiseabenteuers hier beschrieben: Sturm am Balaton / Markisenschaden) hob die Markise an und schlug diese auf das Dach.
Dabei hat es einen der Halter, die die parallel zum Sonnentuch verlaufenden Stangen aufnehmen, aus dem Sack gerissen.
Der Sack ist nun beschädigt und eingerissen.
Derzeit bin ich mit der Reparatur dieser Sache beschäftigt und werde in Kürze berichten, wie wir dieses Problem möglichst kostengünstig behoben haben.

Kaputt durch Sturmschaden! :-( Riss im Sack... ...und ein nun loser herausgerissener Halter, Kacke!
Update vom 26. April 2009:
Heute ist ein schöner sonniger Tag!
Und wir haben uns entschlossen die defekte Markise zu reparieren, damit wir für die kommende Tour am 01. Mai wieder gerüstet sind :-)
Im Fachhandel haben wir uns PVC- Flicken und Kleber besorgt, damit starten wir unseren Reparaturversuch Teil 1.
Zunächst geht es uns darum die Löcher im Sack zu flicken.
Hierfür bringen wir je an der Innen- und an der Außenseite einen großzügig dimensionierten Flicken an, der vorab mit einer ordentlichen Portion PVC- Kleber bestrichen wird.

Flicken und spez. PVC- Kleber aus dem Fachhandel die Flicken großzügig mit Kleber bestreichen und auftragen
Nachdem wir die Flicken aufgetragen haben, muss der Flicken mit ordentlich Druck auf das PVC gepresst werden.
Hierbei hilft uns dankenderweise die Chronik des 20. Jahrhunderts ;-)
Nach 20 Minuten Druck auf den Flicken ist der Kleber soweit trocken, dass wir mit dem Stechen der Löcher für den Halter beginnen können.
Damit wir den Flicken nicht sofort wieder zerstören, indem wir mit einem spitzen Gegenstand (Schere, Messer) den Flicken anschneiden und eventuelle tiefere Risse entstehen, enscheiden wir uns für das Stanzen eines Loches mithilfe einer Nietenzange.
Damit haben wir a. ein ausreichend großes Loch und b. franst das Loch nicht aus, da der Flicken mit der Niete verbunden ist.

Danke an die Chronik des 20 Jahrhunderts... ;-) neue Löcher für den Halter stanzen wir mit der Nietenzange
Die Montage des Halters
(to be continued...)
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