
| Teil 1: Die Grundversorgung des Basisfahrzeuges |
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Damit ein Wohnmobil fährt, braucht es zunächst einmal Diesel im Motor, etwas Öl und Kühlflüssigkeit.
Zumindest ist dies bei den meisten Wohnmobilen der Fall.
Dieses Wissen setzen
wir allerdings als gegeben voraus.
Wer in der Fahrschule aufgepasst hat, der wird niemals (so wie wir ;-) z.B. wegen Spritmangel liegen bleiben...
Auch gehört natürlich eine entsprechende Wartung zum Basisfahrzeug dazu.
Zwar ist dies nicht unbedingt Teil unserer Aufschreibung, aber gerade wer sich im unteren Preissegment (so wie wir einst ) bewegt und auf der Suche nach einem brauchbaren gebrauchten Wohnmobil ist, der wird sich sicherlich für den kleinen Exkurs bedanken:
Beim Fiat Ducato (aber auch Citroen C 25 und Peugeot J 5, alle Modelle vom Typ 280 / 290) zählen 3 Dinge:
- Zahnriemen sollte alle 5 Jahre oder nach 80 TKM gewechselt sein (Kosten sonst ca. 350-400,- €)
- Motorkühlung Öl im Motor und ein funktionierender Kühlkreislauf (Thermostat und beide Lüfter prüfen) sind elementar
- Getriebe Darauf achten, dass genügend Getriebeöl drin ist, auch sollte bei Erreichen der 120 TKM erstmals auch ein kompletter Wechsel erfolgen.
Allgemein ist das Getriebe des Duc etwas anfälliger. Eigentlich ist der Ducato ja für den „kleinen Baustellenverkehr“ konzipiert gewesen. Besonders die Modelle 280 / 290 (die typischen auf dt. Autobahnen "drängelnden Transporter" auf der linken Spur sind erst die besser motorisierten 230er Modelle) weisen hier bei mangelnder Pflege überdurchschnittlich viele Ausfälle des 5ten Ganges aus.
Ein Wohnmobil fährt nunmal nicht von Baustelle zu Baustelle, sondern vornehmlich längere Strecke auf Autobahnen im 5ten Gang.
Alle Gänge sollten sich bei der ersten Probefahrt locker und leicht rauf und vor allem runter schalten
lassen, die Kupplung sollte ordentlich trennen.
Der KM- Stand ist jedoch (wenn die drei wichtigen Punkte beachtet wurden) relativ unkritisch.
200.000, 250.000 oder auch 300.000 km können locker durchgehen, ohne dass man mit nennenswerten Ausfällen rechnen muss.
Ein Wohnmobilfahrer geht es eben, anders als der Baustellenversorger, meist gemächlich an.
Aber neben dem Diesel und einer (hoffentlich) ordentlich durchgeführten Wartung für unser Wohnmobil benötigen wir noch eine ganze Menge anderer Dinge für Basisfahrzeug und Wohnaufbau.
Dies soll ja eigentlich Teil dieser Aufschreibung sein!
Wir beginnen daher mit dem ersten Teil unseres folgenden kleinen Inhaltsverzeichnis:
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Safety first, Sicherheit geht vor!
Natürlich kommen wir den gesetzlichen Regelungen nach! Hierzu gehören die Grundausrüstung im Fahrzeug mit Warndreieck, Verbandskasten (aufs Ablaufdatum achten!), Warnweste und Co.
Unsere Ausrüstung stellt hier die Regelausrüstung für Deutschland dar. Natürlich kann es abweichend in anderen europäischen Ländern andere Regelungen geben.
So ist es zum Beispiel in Spanien der Fall, dass jeder Mitfahrer im Fahrzeug im Pannenfall über eine Warnweste verfügen muss. Das kann aber in anderen Ländern nicht der Fall sein.
Gesetzliche Regelungen sollen hier auch gar nicht zu sehr behandelt werden, wir überlassen dies den Profis und empfehlen vor einer Reise einen Blick in die "Allgemeinen Reiseinformationen", die zum Beispiel der ADAC im Rahmen seiner Tour-Sets hervorragend zusammen stellt.
Wer dort nicht Mitglied ist, findet aber zum Beispiel auch auf den Informationsseiten des auswärtigen Amtes kostenlos alle erforderlichen Angaben zu Gesetzen und Regelungen im Urlaubsland.
(Nähere Infos und weiterführende Links dazu unter
Verzeichnis nach dem dritten Kapitel)
Auch sei an dieser Stelle kurz erwähnt, dass man natürlich keine Reise ohne die "persönliche Sicherheitsausrüstung" bestreiten sollte. Hierzu gehören Führerschein, Fahrzeugpapiere, Ausweise, Reisepässe (hiervon Kopien machen und Reisepass / Ausweis getrennt voneinander aufbewahren!), Krankenkassenkarte und Reiseversicherungspolice sowie ggf. der EU- Heimtierausweis, der Organspendeausweis, die Bank- und Kreditkarten und Automobilclubkarte.
Dieses Wissen setzen wir aber als allgemein gegeben voraus, hier soll es nur um das Wohnmobil gehen...
Nun aber zur Sicherheitsausrüstung:
- Warndreieck
- Verbandskasten (aufs Ablaufdatum achten!)
- Warnweste (ggf. sogar eine pro Person eine für bestimmte Länder in Europa!)
- Fahrzeugpapiere, Ausweise, Bankkarten, Führerschein ggf. Impfpässe, ggf. EU- Heimtierausweis
- Feuerlöscher
- Warntafel für Fahrradträger (derzeit nur benötigt für Reisen nach Italien oder Spanien)

Warndreieck und Verbandskasten, Warnweste und Feuerlöscher
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Technik, Werkzeug und Ersatzteile:
Ein nunmehr 24 Jahre (Stand 2008) altes Wohnmobil muss nicht zwangsläufig auf allen Reisen perfekt funktionieren.
Viel mehr sollte man lieber davon ausgehen und immer damit rechnen, dass am Fahrzeug während der Reise ein Defekt auftreten kann und in diesem Fall ist es besser, wenn man hierauf vorbereitet ist.
Und so sind wir mit einem Youngtimer (der Oldtimer ab 30 Jahre ist nah ;-) natürlich im Falle einer Panne gut beraten.
Denn nicht nur jeder Dorfschmied kann die robuste Technik eines Ducato 280 reparieren (ohne dass er hierfür promoviert haben muss) auch wir können bei so mancher Kleinigkeit selbst den Hammer schwingen ;-)
So verwundert es auch gar nicht, dass für uns eine gute Grundausrüstung an Werkzeug ins Wohnmobil gehört. Auch kann man die ein oder anderen kleinen Verschleißteile wie Sicherungen, Dieselfilter oder Ersatzbirnen mit ins Werkzeug packen.
Unsere "mobile Werkstatt" ist wie folgt ausgerüstet:
- Werkzeugkoffer mit Schraubendrehern, Zange, Ratsche, Bits und Stecksätzen
- Ersatz- Sicherungen für die Bordelektrik
- Reserve- Glühbirnen für Scheinwerfer und Rücklichter
- Reparatur- und Servicehandbuch für unseren Fiat Ducato
- Starthilfekabel sowie weitere Reservekabel mittleren Querschnitts, falls man mal etwas brücken muss o.ä.
- Abschleppseil (zugelassen für 3,5 Tonnen!)

Starthilfekabel und weitere Überbrückungskabel Werkzeugkoffer, Ersatzbirnen und Sicherungen
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Sonstiges zum Basisfahrzeug:
Weitere Ausrüstungsgegenstände und alternative Brennstoffe im Wohnmobil:
- Notbevorratung an Rapsöl/Diesel (5Liter), falls der Diesel mal zu teuer wird, oder unerwartet ausgeht ;-)
- Reserveschlüssel (kann immer mal abbrechen oder verloren gehen o.ä.)
- Dieselhandschuhe (nehme an Tankstellen mit Angebot immer gleich mehrere mit)
- Wagenheber / Reserverad / Radkreuz
- Parkscheibe / Kleingeld für Parkautomaten
- Kabelbinder / Panzertape / Befestigungsmittel (falls mal etwas "lose" wird...)

Rapsöl- Notvorrat... ...Reserveschlüssel... und Dieselhandschuhe

Parkscheibe... ...Wagenheber... und Befestigungsmittel, z.B. Kabelbinder
Fast alle hier genannten Ausrüstungsgegenstände finden bei uns ihren Platz vorne im Stauraum unter dem Beifahrersitz.
Dort sind sie schnell zu Stelle und man muss nicht durch das "Wohnzimmer" laufen, um an den Werkzeugkasten zu gelangen.
Auch sind Dinge wie Werkzeug, Wagenheber und Flüssigkeiten aufgrund ihres Gewichtes vorn nah bei der Vorderachse am Boden für ein sicheres Fahrverhalten am Besten aufgehoben.
Natürlich zählt auch eine anständige Reparaturanleitung zum Basisfahrzeug ins Handgepäck. Dazu kommen wir aber in einem späteren Kapitel unter der Kategorie Literatur.
So, damit wären wir zum Thema Basisfahrzeug eigentlich schon durch.
Wenn man nun noch vor Fahrtantritt darauf achtet, dass der Reifendruck stimmt, genügend Öl eingefüllt ist, der Kühl- und Wischwasserbehälter ordnungsgemäß gefüllt ist und wir getankt haben, dann kann es auch schon weiter gehen, kommen wir nun zur Pack- und Ausrüstungsliste des Wohnmobilaufbaus, dem Campingherzstück sozusagen:
Weiter zu Teil 2: Lade- und Packliste
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