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Das eigene Wohnmobil gefunden?
Hurra, wir holen unser Wohnmobil ab!


Und? Alle Tipps befolgt, die gleichen Erfahrungen gemacht und vielleicht sogar ein Wohnmobil gekauft?
Im Nachhinein hat man meist ein schlechtes Gefühl, sucht hier und da einen Fehler, glaubt etwas falsch gemacht zu haben, fühlt sich vielleicht der Verantwortung nicht gewachsen und würde am liebsten alles wieder rückgängig machen.
Bindet man sich nicht zu sehr an die Art des Reisens?
Kann man denn überhaupt noch guten Gewissens einen Billigflug fürs Wochenende buchen?

Oder hat man vielleicht gar das falsche Mobil gekauft und glaubt man hätte ein noch besseres finden zu können, wenn man nur weiter geschaut hätte?
Ich kenne mindestens genauso viele Leute, die sich ärgern, weil sie im entscheidenden Moment gezögert haben und sich nun im Nachhinein ärgern.

Liegt wohl in der Natur des Menschen, was man nicht hat, begehrt man immer mehr, als das, was man hat.

Was man meiner Meinung nach auf gar keinen Fall machen darf ist nach dem Kauf weiter zu schauen, was im Anschluss eingestellt wurde und verkauft wird.
Früher oder später findet man immer ein Angebot, dass günstiger ist.
So ist es uns 2 Wochen später auch ergangen.

Man schaut aus Gewohnheit noch hin und wieder in die Suchmatrix und findet plötzlich ein Fahrzeug, dass alle Kriterien erfüllt und vielleicht sogar noch einen Bonus hat, vielleicht fürs gleiche Geld oder sogar billiger?
(Dachbox oder Markise, Kassettenklo oder besondere Heizung?) etwas was man vorher als entbehrlich eingestuft hat, um sich nun endlich für ein Fahrzeug entscheiden zu können.
Und sei es nur ein jüngeres Baujahr, ein besserer Motor mit weniger Laufleistung.

Wenn man schaut wird man zwangsläufig immer mal über ein besseres Angebot stolpern.
Das Problem ist: Man hat ja bereits ein Wohnmobil und wird sich das neue Angebot kaum angucken fahren, dennoch ist es ärgerlich, oder?.
Da man sich den Wagen nicht anschaut, wird man nie feststellen können, ob das Mobil nicht einen anderen Mangel hat, den der Verkäufer einfach nicht erwähnt hat.
Und schon nagt es in einem. Aber da liegt auch die Lösung!
Machen Sie aus der Not eine Tugend. Entweder man schaut einfach nicht und wenn einem doch mal ein Angebot ins Auge springt, einfach genauer zwischen den Zeilen lesen.
Mal fehlt eine Info zum TÜV oder ein Bild aus dem Innenraum, der die traurige Wahrheit offenbart hätte.

Und wenn es wirklich aber auch gar nichts an dem Angebot auszusetzen gibt, dann kann man immer noch den Wagen kaufen und sich von dem alten trennen.
Spätestens hier wird einem entweder schnell klar, dass es doch das eigene Mobil ist, was einem besser gefällt, dann lässt sich auch der Gedanke besser verarbeiten und letztendlich vergessen.
Oder man freut sich, weil man ein noch schöneres Fahrzeug gefunden hat. Wir sind ja nicht an unsere Autos angekettet. Dann ist man froh, die erste Beule oder den ersten Kratzer im Alkoven nicht in das schöne neue Mobil rein gefahren zu haben.

Aber nun zurück zu unserem Wohnmobil:

Freitag, 25.05.2007

Es ist Freitag, die letzten 2 Wochen waren für uns voller Vorfreude und Spannung, heute werden wir mit dem Zug nach Varel fahren und Wohni abholen:

Der Verkäufer hat Wort gehalten, das Wohnmobil TÜV und AU bekommen und er hat uns alle Unterlagen mit der Post gesendet.
Wir haben das Wohnmobil angemeldet und sogar unser Wunschkennzeichen bekommen:
BM - SC 76 (S = Seifert, C = Club, 76 = das Geburtsjahr von Anja und mir)
Das Anmelden hat 65,10 € inkl. Wunschkennzeichen gekostet, die Blechschilder nochmal weitere 56,- €

Wir haben eine Versicherung gesucht und gefunden, die unser Fahrzeug fair versichert, die RMV (Reise- Mobil- Versicherung) in Heinsberg.
Die Versicherung wurde vom Vormieter empfohlen, nach eingehendem Studium des Angebotes entscheide ich mich daher vom Angebot meines Hausversicherers keinen Gebrauch zu machen und das Wohnmobil eben bei der RMV zu versichern.
Es ist einfach günstiger und die Konditionen (besonders in der Teilkasko) sind bedeutend besser.

Ausgerüstet mit unseren Schildern, Zulassungsbescheinigung und dem Restgeld machen wir uns auf nach Varel.
Wir haben überlehgt, wie wir das mit dem Abholen am besten anstellen und haben uns für den Zug entschieden.
So können wir beide die Heimfahrt mit dem Wohnmobil gemeinsam erleben und müssen nicht in getrennten Fahrzeugen fahren. Für die Umwelt ist es auf jeden Fall besser, die Kosten halten sich ungefähr gleich, die Bahn ist subjektiv etwas teurer.
Auf jeden Fall dauert die Fahrt länger, weil es keine Direktverbindung gibt und wir 2x umsteigen müssen (mit Wartezeit), geographisch gesehen machen wir mit dem Zug sogar noch einen Knick, weil wir über Bremen fahren müssen.

     
      Einfahrt des ICE im Kölner Hbf, die erste Etappe

Die Zugfahrt im von innen neu modernisierten ICE ist angenehm, man reist streßfrei. Obwohl es Freitag ist, wird der ICE nicht richtig voll, wir haben ausreichend Platz. Erst nach dem Ruhrgebiet wird es etwas voller im Zug, den wir in Bremen wieder verlassen.

In Bremen haben wir nur wenig Aufenthaltszeit, wir sollten eigentlich einen IC Richtung Emden erwischen, mit diesem IC aber wird es knapp mit dem Umsteigen in Oldenburg. Es gibt einen anderen Zug, der vor dem IC nach Oldenburg fährt, es ist ein Regionalexpress. Die Umsteigezeit beträgt eigentlich nur eine Minute, aber als wir in Bremen ankommen, sehen wir gleich, dass der Regionalexpress Verspätung hat.

Unser Glück!
Wir nehmen also den Regionalexpress nach Oldenburg und kommen dort so zeitig an, dass wir uns kurz in der Bahnhofshalle mit einem Snack versorgen können.

    
     Die Bahnhofshalle von Oldenburg

Die Reise war bisher angenehem, wir hatten zwar Verspätung, aber nicht mit unserem Zug, was unserem Zeitplan entgegen gekommen ist. Ab Oldenburg müssen wir noch einmal einen anderen Zug nehmen, es ist ein Zug der NordWestBahn. Offenbar ist Ferienbeginn oder Feiertag oder sowas hier im Norden, es sind so viele Reisende unterwegs, dass wir uns berechtigte Sorge machen, überhaupt einen Platz im Zug zu bekommen.

    
     Der Bahnsteig ist brechend voll!

Auf dem gegenüberliegenden Gleis fährt ein anderer Zug der NordWestBahn ein, der Zug ist ebenfalls ziemlich voll, er besteht aus 2 Triebwagen. Wenn unser Zug auch nur 2 Triebwagen hat, dann wird es eng, alle können auf keinen Fall mit!

Wir haben aber Glück, die NordWestBahn weiß offenbar um den Anstrum Freitags und hat einen 3-teiligen Zug gestellt.
Er besteht aus 3 Triebwagen und damit haben wir eigentlich genug Platz. Einige Gäste müssen zwar stehen, aber wenigstens muss keiner zurück bleiben.

Die Fahrt nach Varel ist dann doch recht schnell zu Ende, eine 5-stündige Bahnfahrt geht zu Ende.
Die Anspannung steigt, wir sind schon total aufgeregt.
Der Verkäufer ist so nett und holt uns am Bahnhof ab, so müssen wir kein Taxi nehmen.

Am Ziel angekommen betreiben wir ein bischen Small-Talk, erhalten Tipps für den ersten Urlaub mit dem Wohnmobil. Danach folgt eine wirklich mehr wie ausführliche Einweisung in die gesamte Technik und das Fahrzeug.
Problem bei uns: Nervös und voller Vorfreude bekommen wir dann doch nur die Hälfte mit, müssen zuhause angekommen nach einigen Tagen eine Frage zur Stromversorgung stellen. Der Verkäufer steht aber auch nach dem Kauf noch mit Rat und Tat zur Seite, DANKE an dieser Stelle nach Obenstrohe!

Nun geht es aber auf die Heimreise.
Es ist bereits 18:00 Uhr durch und wir wollen nicht gleich die erste Fahrt im Dunkeln antreten.
    
      Der Verkäufer parkt unser Wohnmobil noch aus und stellt es bereit, dann geht es los

Für den Heimweg wählen wir die wenig befahrene A 31 und nicht die von uns während des ersten Besuches zur Besichtigung des Wohnmobils genutzte A 1.
Es ist zwar ein kleiner Umweg, aber so können wir uns in Ruhe mit dem Fahrzeug unter Realbedingungen vertraut machen.
Wir machen sogar einen kurzen Abstecher nach Holland (von der A 31 aus nur ein Katzensprung) und tanken dort richtig voll, Diesel haben wir hier für etwa 12 cent weniger bekommen, als bei uns.

Es ist bereits dunkel, als wir zuhause ankommen, sind wir glücklich aber auch nach einem anstrengenden Tag geschafft, heute Abend geht nichts mehr, wir parken vor der Tür.

Morgen ist Samstag, da werden wir mal anfangen das Wohnmobil für uns fertig zu machen und einzurichten.


 
 
         
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