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Grundreinigung im Wohnmobil!
Der alte Wohni erstrahlt im neuen Glanz!

KW 20 / 21 Wohnmobilreinigung, Bestandsaufnahme

Nun steht es also da!
Unser neues Wohnmobil !!

    
     Unser Wohnmobil bei uns vorm Haus, ganz schön viel Moos auf dem Dach...

Man, was sind wir glücklich, dass wir endlich ein eigenes Wohnmobil haben.
Die Aussicht auf hohe Steuern (trotz Saisonkennzeichen noch min. 306 € / Jahr erstmal geschätzt) fegen wir einfach weg, was soll´s, man kann es eh nicht ändern!

Ein wenig haben wir aber auch Angst vor diesem riesigen Teil.
Man schaut sich die Technik an, die etwa doppelt so groß ist, als beim PKW, (allein die Achswellen, beinahe armdick…) und fragt sich, ob man das jemals wird „heben“ können.
Nicht vom Gewicht her, sondern eher vom finanziellen her.
2 Personen verantwortlich für drei Autos, hat doch eigentlich was mit dem Kopf zu tun, oder?
Immerhin ist man nun für dieses Fahrzeug zusätzlich verantwortlich!
Es tut gut, dass wir es von unserem Geld gekauft haben und den Brief nicht einer Bank geben müssen. So behält man die Gewissheit, dass man es im Fall der Fälle auch notfalls verkaufen könnte, was wir natürlich nicht wollen (also spart euch Mails mit Anfragen…:-)

Zuerst sondieren wir die Lage. Wir haben zwar bei der guten und kompetenten Einweisung aufgepasst, aber dennoch nur die Hälfte im Kopf behalten.
Bald ist auch die erste Mail zwecks Stromversorgung an den Vorbesitzer raus, der diese schnell und sicher beantworten kann.
Danke !

Wir wollen nun das Wohnmobil einrichten und beginnen erstmal mit einer Grundreinigung von Innen.

         
     Alles raus, was lose ist, dann wird geschrubbt

Als erstes packen wir alles raus, was lose ist. Polster werden abgezogen, die Bezüge gewaschen, die Schaumstoffinlays gründlichst abgesaugt.
Wir überlegen diese Inlays zu waschen, entscheiden uns aber dann doch dagegen. Durch Saugen werden die optisch ausreichend sauber, Geruch produzieren die nicht, wir brauchen also auch kein Febreze.

    
     Alle Polster raus, absaugen und trocken reinigen
 
Die Matratze im Alkoven werden wir wohl ganz ersetzen, es schläft sich immer besser auf einer neuen Matratze, Kaltschaummatratzen sind teuer, daher wird es wohl eine einfache vom Discounter.
Die Gardinen und Vorhänge werden abgehangen und ebenfalls in der Maschine gewaschen.

Kommen wir nun zu den fest eingebauten Dingen:
Hierzu fangen wir ganz oben an, alles andere sorgt sonst nur für mehr Dreck.
Die Dachluken werden ausgebaut und gründlich mit warmen Wasser und Allzweckreiniger gereinigt.
Die Schränke werden alle geöffnet und von innen und außen geputzt. Hierzu nehmen wir feuchte Lappen, das Putzwasser besteht aus warmen Wasser und einfachem Allzweckreiniger ohne scharfe Mittel.

    
      Dachluke lässt sich hier vom Rahmen lösen, einfache Kreuzschraube

         
     Hier haben wir viel Dreck heraus gespült.                Mit den Nippeln muss man echt aufpassen!

    
     Bis zur Waschstraße das Moos des Daches um das Lukenloch
     von Hand entfernen, sonst ist die saubere Dachluke gleich
     wieder dreckig....

Zum Schluss werden die Holzverkleidungen der Wände und Decken geputzt, anschließend mit Holzschutzmittel für Innen (Baumarkt) eingerieben.

Wichtig ist hierfür auf jeden Fall Zeit:
Wir haben für die Grundreinigung mit 2 Personen ohne nennenswerte Pausen 10 Stunden an einem Samstag Mittag bis abends kurz nach 21 Uhr gebraucht, da ist aber das Bad und die Fahrerkabine noch nicht enthalten !

KW 21 / 22 Wohnmobil: Reinigung, Ausrüstung, Reisefertig machen

Am Morgen des Sonntag beginne ich das Fahrerhaus zu reinigen. Auch hier wieder von oben nach unten, den Anfang macht der Dachhimmel der Kabine. So recht weiß ich nicht, was ich dort verwenden soll, das wird noch etwas werden und da die Normalen Mittel keinen Erfolg bringen, verschiebe ich den Dachhimmel erstmal.
Hier muss Rat aus dem Web her…
Dann eben alles andere: Türen und Rahmen mit Allzweckreiniger / Spüli in warmen Wasser gereinigt, dann die Scheiben mit einfachem Glasreiniger von innen und außen.
Das Cockpit ebenfalls als Vorwäsche mit Spüli/Wasser, dann mit Plastikreiniger vom Aldi.
Zum Schluss noch mit Cockpitspray behandelt.
Die Angst, dass das Plastik speckig wird, ist unbegründet. Ein gutes Mittel habe ich im Praktiker bekommen, bei richtiger Anwendung sind die Ergebnisse durchaus passabel.

Nachdem durch unser Wohnmobil nun der erste Putzteufel gefegt ist, wollen wir uns mit der Ausrüstung befassen.
Wohni wurde uns freundlicherweise mit den folgenden Dingen übergeben:

Adapterkabel Eurostecker / Schuko
Verlängerungskabel
5kg Gasflasche (leer) zum tauschen

Wir haben uns nun mit Hilfe des Forums wohnmobilforum.de überlegt, wo wir am besten Zubehör für das Wohnmobil einkaufen.
Einfach Dinge haben wir dank der 20% Wochen gut und günstig im Praktiker bekommen.
(Gas 11 kg für 8,76 €, kl. Tresor, Motoröl, Gartenschlauch mit Adapter, Reinigungsmittel, etc)

Für die spezifischen Dinge muss ein Campingausrüster her.
Nach Anraten im Internet und im Bekanntenkreis haben wir uns für den knapp 150km entfernten Obelink in NL entschieden.
Die richtige Entscheidung!
Am Feiertag Pfingstmontag geöffnet wagen wir uns in das Getümmel und konnten viele gute Dinge dort bekommen:


Auffahrkeile

 

6,50 €

Sitzbezüge / Decken

14,00 €

Entfeuchter

 

4,95 €

Entfeuchter Nachfüll

4,95 €

Binderiemchen

10,00 €

Porta Potti

 

79,95 €

Hängematte

 

4,95 €

Eurostecker

 

8,95 €

Euroadapter

 

3,25 €

Vliegenlamell ???

5,95 €

Anti-Rutschmatte

1,50 €

Trittstufe

 

6,50 €

Taschenmesser

5,50 €

Wäscheleine

 

1,75 €

Klappspaten

 

5,99 €

Innenleuchte

 

7,95 €

Fahrradabdeckung

13,50 €

Klochemie

 

7,95 €

Klopapier

 

5,90 €

Wäschesack

 

1,75 €

Seife

 

0,90 €

Salzstreuer (2x)

2,70 €

Trockenständer

5,40 €

Schlauchschellen

1,25 €

3x Befestigung Fahrradschutz

2,25 €

Schuursponsje ???

0,50 €

 

 

 

Camping gesamt:

274,46 €

Stöbern und Inspirieren im Obelink macht Spaß, wenn man die Menschenmengen gekonnt ausblenden kann. Allein an der Kasse haben wir gute 45 Minuten gewartet, bis wir dran waren, der Ansturm war riesig.

Ganz besonders stolz sind wir auf das zweitbeste Porta Potti (365) mit angenehmer Sitzhöhe für nur 79,95 € ! In den Ausrüstershops bei uns ist dieses Klo nicht unter 100 € zu bekommen.
Ein neues Klo war nicht unbedingt erforderlich, immerhin war ein Porta Potti 265 (das Vorgängermodell) bei unserem Wohni dabei, aber dennoch sitzt es sich besser auf dem eigenen Klo.

Eigentlich bin ich Fan der Kassettentoiletten.
Mal sehen, ob sich während der Zwangspause Winterphase was ergibt und ich eins nachrüsten kann, die Dusche nutzen wir sowieso nicht…

Leider ging für den Einkauf im Obelink der ganze Tag drauf und ich bin noch der Meinung noch nicht alles gesehen zu haben.
Wer in der Nähe wohnt und sich mal informieren, treiben oder inspirieren lassen will,
ein Besuch lohnt auf jeden Fall !

Die alte Matratze haben wir ebenfalls raus geworfen, hier holen wir in einem Discount-Möbelgeschäft eine neue 140/200, eine einfache genügt, wir wollen ja nicht das ganze Jahr darauf schlafen.

    
     Alte Matratze raus aus dem Alkoven, dann mit feuchtem Tuch Verkleidung und Bodenplatte reinigen

Ein Problem haben wir immer noch mit der Geruchsbildung im Wohnbereich.
Meine Schwester meinte, dass es rieche, als hätte ein alter Mann in Old Spice gebadet.
Nett umschrieben trifft ihre Geruchsdefinition beängstigend treffend zu.

Nach kurzer Beratschlagung entscheiden wir uns daher den Teppich im gesamten Wohnmobil raus zu schmeißen und gegen einen neuen zu ersetzen.
Für Rat und Hilfe bei der richtigen Teppichauswahl holen wir uns wieder Tipps aus dem Internet und erfahren dabei, dass Teppiche von unten am besten stoffbezogen und nicht mit Gummierung versehen sind. Hierdurch kann sich kein Schwitzwasser bilden und die Luft zirkulieren.
Wir bekommen im örtlichen Möbelhaus ein schönes Teppichreststück mit Vließboden als Untergrund mit den passenden Maßen 2,40 x 6,00 für nur 16,40 €.
Das kann sich sehen lassen.
Der alte Teppich wird ausgebaut, dabei passen wir auf, dass wir ihn nicht zerstören, er dient später als Vorlage für den neuen Teppich.

    
     Der alte Teppich (hier im Keller) dient als Vorlage für den Neuen

Der alte Teppich hat besagten Gummiboden und wie der Teufel es will klebt die Hälfte des Gummis nicht am Teppich, sondern am PVC- Boden im Wohnmobil fest.
Gelöst wird dieser ganz einfach mit einem stumpfen Eiskratzer aus Plastik. Nach Entfernung aller Teppichreste wird der alte PVC- Boden erstmal frisch geputzt.

         
     Der alte Teppich hat auf dem PVC deutlich Spuren hinterlassen

          
      Das Gummi mit stumpfen Eiskratzer ablösen                           danach blitzeblank schrubben

Am schwierigsten gestaltet sich nach dem Schneiden der Teppiche die Verlegearbeit im Fahrerhaus. Hierfür müssen die Sitze ausgebaut bzw. zumindest die Schrauben entfernt und der Sitz angehoben werden, daher haben wir damit angfangen.
Anders kann man den Teppich nicht sauber verlegen bzw. den alten komplett entfernen (Sitze stehen drauf).
Auch lag der Teppich des Wohnraums im Übergang auf dem Fahrerhausteppich auf, daher die richitge Reihenfolge beim Ausbau merken!

    
    Sitze müssen raus, dann Teppich verlegen, Sitze wieder rein
    und zum Schluß die Leisten nicht vergessen...

Das Verlegen des Teppichs im Wohnbereich ist danach nicht schwer.
Lediglich im Bereich der Einstiegsstufe muss etwas gefrimmelt werden, damit es passt.

    
     Der schwierigste Teil im Wohnbereich ist die Trittstufe

Freitag, 01. Juni 2007
Langsam wird die Zeit knapp, wir wollten eigentlich dieses Wochenende los fahren…
Nach der Teppichumbauaktion wird das Fahrzeug erneut komplett von innen gereinigt.
Für den nötigen Glanz außen sorgt die im Ort angesiedelte LKW- und Wohnmobilwaschstraße.
Leider kann diese auf dem Dach nicht alle Moosreste entfernen, da die Bürste wegen des Dachträgers dort nicht kommt.

Samstag, 02. Juni 2007 und Sonntag, 03 Juni 2007
Nun geht es ans Einladen, hierbei gilt die wichtigste Grundregel: Schweres nach unten, möglichst nahe bei den Achsen, die zulässige Höchstladung darf dabei nicht überschritten werden.
Da unser Wohnmobil ohne techn. Änderung auf 3,1 to aufgelastet ist, haben wir eine knappe Tonne an Zuladung frei und daher keine Probleme.

Wir leeren unsere Vorratschränke der Wohnung und prüfen, was wir zuhause entbehren können, alles weitere kaufen wir beim Aldi und knallen das Wohnmobil mit Lebensmitteln voll.

Auch an die Technik des Fahrzeugs wird gedacht, ein Angebot den Ölwechsel für 190 € in der Werkstatt machen zu lassen, schlagen wir aus.
Die Mietwerkstatt kann zwar das Wohnmobil nicht in die Halle nehmen, dafür aber kann die Auffangwanne mitsamt einer Schutzmatte unter das Wohnmobil gestellt werden und so führen wir den Ölwechsel eben vor der Halle durch.
Kosten für Ölfilter: 16,50 € (Originalteil von Fiat)
Kosten für Öl: 14,95 € (gem. Spezifikationen vom Baumarkt)

Für die Nutzung der Auffangwanne berechnet der Meister nichts, ich habe ja auch keine Bühne gebraucht, dennoch zeige ich mich erkenntlich.
Das alte Öl kommt wieder in den Kanister, der beim Baumarkt kostenlos abgegeben werden kann (Kaufbeleg des neuen Öls aufbewahren, sonst nehmen die das nicht)

Wir haben eigentlich noch so viel an Sachen zu erledigen, leider haut es einfach nicht hin.
Wir wollen endlich los, was nun noch fehlt, muss unterwegs erledigt werden oder bis zu unserer Rückkehr warten.
Hier wäre insbesondere die Reinigung der Tanks und der Schläuche erwähnt, da wir aber eh Mineralwasser aus Flaschen trinken, wollen wir diesen Punkt hinten anstellen und nicht mehr zwingend vor dem Urlaub durchführen.

Montag, 04 Juni 2007
Heute stehen die letzten Arbeiten an.
Eigentlich wollten wir schon los gefahren sein, wenn der LKW- und Berufsverkehr sich etwas entspannt hat.
Die wenigen verbliebenen Arbeiten wie Betten beziehen, Kleidung einräumen. Polster mit Schutzdecken versehen, Gas anklemmen, Route planen usw. dauert leider so lang, dass wir erst gegen Nachmittag mit allem fertig sind.
Wir überlegen kurz und entscheiden dann nicht mehr los zu fahren, das ist der Vorteil von einem Wohnmobil.
Wir sind nicht an feste Zeiten gebunden, fahren eben einen Tag später aber dafür ausgeruht und frisch los.

So verfällt man nicht in Stress und Hektik.


 
 
         
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